Kritik: Danke, sehr sozial

Falter 09.10.2013

Ein Kabarettist, der auf den vom Veranstalter angebotenen Premierenprosecco für alle Festgäste verzichtet und stattdessen lieber acht Steigen Biogemüse aus eigenem Anbau auftischt, kann kein ganz Schlechter sein. Einen guten Schmäh hat Pepi Hopf überdies. Entwaffnend ungekünstelt knöpft sich der Jung-Biobauer in seinem zehnten Solo "Danke, sehr sozial" unsere verkorkste Gesellschaft vor, in der Sozialarbeit als Haftstrafenersatz dient, und berichtet von den komikreichen Erlebnissen, die ihm seine Patchwork-Familie, die neue rustikale Nachbarschaft und seine beiden Schweine bescheren. Die hat er extra Adolf H. und Eva B. getauft, um jeden Anflug emotionaler Verbundenheit vorzubeugen. Sehr vergnüglich. Peter Blau

 

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