Kritik: Anonymer Optimist

Falter, Peter Blau 25.03.2015

Sein Großvater habe als Gemüsegärtner sein Geld verdient und in der Freizeit am Stammtisch Schmäh geführt. Bei ihm sei das umgekehrt, erzählt Pepi Hopf: Mit Schmähführen finanziert er seine Gärtnerei. Wirklich wahr. In seinem neuen Solo "Anonymer Optimist" kommt der biobauernschlaue Stand-up Kabarettist wieder so bodenständig und witzig daher, dass es Unaufmerksame für Wirtshaus-Comedy halten könnten. Weit gefehlt. Dafür sind seine kleinen Alltagssatiren und politschen Beobachtungen immer wieder um Eckhäuser zu durchdacht, hintersinnig und zu genau am Punkt. Dass ein Gruß des Finanzministers wie "Danke, du Trottel" auf Zigarettenschachteln wirksamer wäre, als die derzeitigen medizinschen Drohungen, erscheint geradezu plausibel.

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